Warum manche Fragen besser ungefragt bleiben sollten

Warum manche Fragen besser ungefragt bleiben sollten

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Gelegentlich genieße ich mein Leben in vollen Zügen, will sagen, ich fahre mit der Bahn. Da man ja nie weiß, wie unterwegs die Versorgungslage ist, bunkere ich meistens vorher im Bahnhofs-McGeiz meines Vertrauens (wir haben am Weimarer Bahnhof nicht so richtig viel Auswahl an Shops) noch ein Fläschchen Wasser – weil, Trinken ist ja gut für die Haut, und die ist schließlich keine Zwanzig mehr. Mein big moment des Tages findet dann stets an der Kasse statt: Bevor sie mich über den Preis meines Kaltgetränks aufklärt, fragt die nette Verkäuferin sowas wie „Brauchen Sie auch noch Lampenöl?“ Read more

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Hilfe, ich bin ein Best-Ager!

Hilfe, ich bin ein Best-Ager!

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Neulich hatte ich Geburtstag. Das erwähne ich jetzt nicht, um noch ein paar Glückwünsche abzugreifen, sondern weil es ein großer, runder und – nach Auffassung der Allgemeinheit – LEBENSVERÄNDERNDER Geburtstag war:
„Hi, mein Name ist Queen Mum und ich bin fünfzig.“ – „Hi, Queen Mum!“
Soweit das Geständnis. Freundliche, mir wohlgesonnene Zeitgenossen sagen an der Stelle immer: „Man sieht Dir Dein Alter gar nicht an!“ Danke, Ihr Lieben – Ihr seht mich ja nur selten am frühen Morgen. Und auch, wenn ich mich vielleicht faltentechnisch einigermaßen gut gehalten habe, ist doch die Diskrepanz zwischen dem, was in meinem Kopf stattfindet, zu dem, was ich im Spiegel sehe, gewaltig. Innen drin bin ich nämlich ziemlich genau dreißig Jahre alt. An manchen Tagen verwegene fünfundzwanzig, an manchen erwachsene fünfunddreißig. Irgendwo um diesen Zeitpunkt herum ist meine Selbstwahrnehmung stehen geblieben. Vielleicht ist ja das auch der Grund, warum wir unseren Kindern manchmal peinlich sind: Wir sehen alt aus, und benehmen uns dabei so, wie wir uns fühlen: relativ jung.

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