Im Aufräumwahn – Ich entrümple mein Leben

Im Aufräumwahn – Ich entrümple mein Leben

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Boah, der Titel klingt ja wohl mal richtig gut! So, als ob ich meinen gesamten Besitz an die Armen verschenken und künftig ganz Zen-mäßig nur noch mit einer Bastmatte und einem Schälchen zum Schnorren von ein paar Reiskörnern durch die Lande ziehen würde… Nun ja. Ganz so isses nicht. Ich habe nur angefangen, ein bisschen von dem Schrott zu entsorgen, der sich in den letzten Jahren in unseren Schränken und Schubladen angesammelt hat. Nennt es Frühjahrsputz, nennt es wie Ihr wollt, Fakt ist: Es befreit! 

IMG_2956.jpgWir wohnen seit über 10 Jahren in einem ziemlich großen Haus mit vielen Zimmern, jeder Menge Kellerräume UND 2 Garagen plus Gartengeräteraum. Muss ich noch mehr sagen? Sicher kennt Ihr sie auch, die Formel: Platz x Zeit = Chaos. Will sagen, je mehr Stauraum man hat und je länger man an einem Ort wohnt, desto mehr Trash sammelt sich an. Das beste Mittel dagegen sind häufige Umzüge, aber wer packt schon dauernd seine Siebensachen und reduziert dabei zwangsweise den unnötigen Kleinkram?

Ich bin wahrscheinlich nicht der ordentlichste Mensch der Welt (wenn man meine Mutter fragt, behauptet die, ich sei während meiner Pubertät die schlampigste Else ever gewesen, und wahrscheinlich hat sie sogar Recht), aber ich muss sagen, ich finde es schon schön, wenn nicht überall was rumliegt und man in den Schränken sofort das findet, was man sucht. Und da wir ja tatsächlich irgendwann in nicht allzu ferner Zukunft auch noch mal umziehen wollen, schadet es nicht, hier und da mal ein bisschen auszusortieren und wegzuschmeißen.

Mein persönlicher Aufräumtrick ist, dabei recht kleinteilig vorzugehen. Will sagen, ich nehme mir immer nur ein bisschen was vor, das in ungefähr 10 bis 15  Minuten erledigt ist. Ich sage zum Beispiel nicht: „Heute räume ich mein Arbeitszimmer auf“, sondern „Heute räume ich die beiden oberen Schreibtischschubladen auf“. Und wenn man jeden Tag so ein kleines Häppchen erledigt, kommt ganz schnell ganz schön was zusammen. Ich habe jedenfalls in der letzten Woche nicht nur die beiden oberen Schubladen, sondern den ganzen Schreibtisch, drei Regale und ein weiteres Schränkchen in meinem Arbeitszimmer aufgeräumt und ausgemistet. Die Kommode ist als nächstes dran. Außerdem habe ich ganz nebenbei den Bücherschrank im Wohnzimmer, ein Vertiko und einen großen Wandschrank entrümpelt (bei letzterem hat sogar mein Mann mitgeholfen). Unfassbar, was sich da für ein Zeug angesammelt hat, DAS ICH SEIT MEHREREN JAHREN NICHT ANGEFASST HABE!  Jetzt ist das Meiste weg und ich fühle mich frei. Die Jungs auf dem Wertstoffhof hassen mich allerdings…

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Kann weg!!!

Meine privatpersönlichen Entrümplungstipps, wahrscheinlich nicht ganz neu, aber echt gut ☺️:

1.  Aus den Augen, aus dem Sinn: Was Ihr seit mehr als 2 Jahren nicht angezogen oder benutzt habt, kann weg! Ganz weit vorne sind dabei eventuell unausgepackte Kisten vom letzten Umzug…

2. Immer mit der Ruhe: Rom wurde auch nicht an einem Tag erbaut, deshalb nehmt Euch immer nur eine kleine Aufgabe vor. Die ist schnell erledigt, man freut sich am Ergebnis und ist motiviert für den nächsten kleinen Job!

3. Teilen macht glücklich: Vor allem Taschenbücher sind doch im Grunde ein „durchlaufender Posten“, da man sie kaum jemals zweimal liest. Gebt Eure ausgelesenen Paperbacks an Freunde weiter oder stellt sie in öffentliche Bücherschränke, aus denen jeder sich bedienen kann. So macht Ihr auch anderen noch eine Freude damit und Euer Bücherregal platzt nicht aus allen Nähten!

4. Lernt, loszulassen: Auch von Dingen, die mal teuer waren, kann man sich trennen, nämlich dann, wenn sie einem nicht mehr gefallen oder man sie einfach nicht mehr braucht. Unter Umständen findet sich ja noch ein Interessent dafür – im Freundes- oder Verwandtenkreis, oder… siehe nächster Punkt!

5. Was Ihr übrig habt, kann manch anderer noch gebrauchen: Das gilt vor allem für Kleinmöbel, Elektronik und Kinderfahrräder etc., die zu schade zum Wegwerfen sind. Was Ihr nicht spenden wollt, könnt Ihr super und problemlos per App bei eBay Kleinanzeigen inserieren. Es findet sich für fast alles ein Käufer – oder Ihr verschenkt die Sachen, ebenfalls über die App!

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Im linken Regal besteht noch Handlungsbedarf…
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