Advent, Advent- (k)ein Lichtlein brennt?

Advent, Advent- (k)ein Lichtlein brennt?

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Sicher geht es nicht nur mir so, dass am Jahresende der Bär steppt… Alle, wirklich alle meine Kunden finden noch einen klitzekleinen Etat in irgendeiner Schreibtischschublade, hätten gern einen Text an die lieben Geschäftspartner zum Jahresende oder wenigstens eine Weihnachtskarte – natürlich originell! – oder, oder, oder… Ich will nicht meckern, letztlich ist das ja mein Business, aber kann man das nicht anders verteilen? Ich fände  mal eine Weihnachtskarte im August originell, aber mich fragt ja keiner.

Dazu kommt, dass im Advent das Haus nett geschmückt werden muss, von wegen heimelig und so. Und Geschenke muss man besorgen, weil, last Minute geht gaaaar nicht. Und: Adventskranz. Muss sein. Sieht man ja auf Instagram, wie schön den alle gebastelt haben. Also huschhusch, so ein bisschen Tanne findet sich im Garten doch immer.

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Noch was vergessen? Jaaaa, Plätzchen! Es geht ja gar nicht, dass die Lieben am 1. Advent vor den leeren Dosen stehen (ICH bin ja dauerhaft auf Diät und esse sowas nie eher selten!). Da hilft nur eine Nachtschicht mit Mehltüte und Puderzucker. Geht doch. Fühle ich mich etwas abgespannt? Ach was. Ist ja bald Weihnachten, da kann ich mich erholen. Also, wenn der Baum steht und geschmückt ist, das Menü verdaut und die Oma zurück im Heim ist. Vorher muss natürlich noch jemand einkaufen, gibt ja dann 3 Tage lang nix.

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Ihr fragt Euch, wer mich zu all dem zwingt? Niemand. Doch: Ich. Selber schuld, sozusagen. Um ganz ehrlich zu sein, meine Familie würde mit Freuden gekaufte Plätzchen essen (aber das bringe ich als Foodblogger natürlich nicht übers Herz). Das ganze Dekogedöns findet zumindest mein Mann garantiert ziemlich verzichtbar, weil es die Wandschränke zumüllt. Die Kinder würden sich über ein großzügiges Geldgeschenk „vom Christkind“ anstelle der ewigen Frage „Was wünscht Ihr Euch zu Weihnachten?“ auch ziemlich freuen, und der Gatte und ich schenken uns ja sowieso jedes Jahr ganz bestimmt überhaupt gar nichts nur eine Kleinigkeit. Meine Lieben würden an Weihnachten auch Pizza vom Lieferservice essen, wenn ich nur ein Zeichen der Schwäche zeigen würde, und überhaupt käme mindestens die (weibliche) Hälfte der Familie auch mit Christmas unter Palmen klar.

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Also warum das alles? Weil es dazu gehört! Weil der Vorweihnachtsstress zum Fest gehört wie der Christkindlmarkt zu Nürnberg, und weil wir es alle genauso wollen. In einer Hinsicht habe ich aber dazu gelernt: Der Kauf des Weihnachtsbaums wird auch in diesem Jahr online stattfinden. Das war letztes Jahr ein großer Erfolg, denn meine Bestellung war preislich sehr okay und sah hervorragend aus und die Nichtvernadelung des Autos war durchaus angenehm. Der arme DHL-Mann schleppte einen gewaltigen Karton an (ich entschuldige mich an dieser Stelle in aller Form bei allen Paketboten), und wir sparten Zeit und Nerven. Ihr seht, ich arbeite an mir. Vielleicht mache ich nächstes Jahr den nächsten Schritt und lasse das mit dem Baum ganz sein. Ich könnte die Zimmerpalme schmücken. Sieht bestimmt gut aus und ist vielleicht der Anfang von etwas Neuem – Weihnachten unter Palmen!

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